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	<title>STIL-leben.eu</title>
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	<description>Stil- und Lebensberatung</description>
	<pubDate>Fri, 15 May 2009 10:00:30 +0000</pubDate>
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		<title>Format c</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Apr 2009 11:21:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Tagebuch eines Suchtkranken]]></category>

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		<description><![CDATA[Gel&#246;scht, alles gel&#246;scht!
Mein Gott, jetzt habe ich soviel geschrieben. Aber das Gute ist ja, dass ich auch mal Korrektur lese und wenn ich dann, so wie heute, feststellen darf, dass die Worte auch von jemanden kommen k&#246;nnten, der eine Familienpackung Psychopharmaka zum Geburtstag geschenkt bekommen hat, dann darf ich auch mal l&#246;schen, oder?
Ich denke, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gel&#246;scht, alles gel&#246;scht!</p>
<p>Mein Gott, jetzt habe ich soviel geschrieben. Aber das Gute ist ja, dass ich auch mal Korrektur lese und wenn ich dann, so wie heute, feststellen darf, dass die Worte auch von jemanden kommen k&#246;nnten, der eine Familienpackung Psychopharmaka zum Geburtstag geschenkt bekommen hat, dann darf ich auch mal l&#246;schen, oder?</p>
<p>Ich denke, die Grundsatzentscheidung des gestrigen Abends lautet: Ich lerne Spanisch! Das versteht jetzt keiner, aber das ist in Ordnung. Ihr m&#252;sst ja nicht alles wissen. Und wenn ich dann das wirklich durchziehe und vor allem auch den Beweggrund zum Spanischlernen nicht aus den Augen verliere, der da vereinfacht lautet, dass spanisch zu lernen grunds&#228;tzlich sinnvoller ist als das, was ich zur Zeit tue bzw. erfahre, dann bin ich glaube ich einen weiteren Schritt in Richtung v&#246;lliger Befreiung gegangen.</p>
<p>Mache Dich frei von dem, was Du zu verlieren f&#252;rchtest, wenn Du es denn liebst! (Meister Joda)</p>
<p>Das klingt alles wesentlich &#8220;unwahnsinniger&#8221; als der Krempel des gestrigen Abends.</p>
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		<title>Wer ist denn bitte sch&#246;n&#8230; ?</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 11:18:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Tagebuch eines Suchtkranken]]></category>

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		<description><![CDATA[Guten Morgen,
Langeweile breitet sich aus. Nachdem ich mich entschlossen habe, erst einmal nicht in die OGS zur&#252;ckzukehren versp&#252;re ich einen Zuwachs an ungenutzter Zeit. Das ist schlecht und da muss ich wohl was gegen machen. Zuerst einmal werde ich heute mal meinem Basketball zu einem Schuster oder in ein Sportfachgesch&#228;ft bringen, denn er verliert immer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Guten Morgen,</p>
<p>Langeweile breitet sich aus. Nachdem ich mich entschlossen habe, erst einmal nicht in die OGS zur&#252;ckzukehren versp&#252;re ich einen Zuwachs an ungenutzter Zeit. Das ist schlecht und da muss ich wohl was gegen machen. Zuerst einmal werde ich heute mal meinem Basketball zu einem Schuster oder in ein Sportfachgesch&#228;ft bringen, denn er verliert immer schnell Luft. Vielleicht kann ja jemand etwas daran &#228;ndern. Mein Plan ist es, mindestens zweimal die Woche, ob ich einen Spielpartner bekomme oder nicht, auf dem Outdoor-Feld hier Basketball zu spielen, und das mindestens zwei Stunden. Sagen wir mal dienstags oder donnerstags und zus&#228;tzlich samstags oder sonntags. Zus&#228;tzlich werde ich an festen Tagen zwei Mal pro Woche Tagebuch schreiben. Egal, ob was besonderes anliegt oder nicht. In meinem Leben gibt es ja eigentlich immer etwas zu berichten. Sagen wir mal dienstags und donnerstags? Einverstanden? Gut&#8230; <img src='http://stil-leben.eu/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Die nette Dame bei der ARGE ist &#252;brigens keine nette Dame. Sie hatte wohl &#8216;nen guten Tag erwischt, als ich das erste Mal mit ihr sprach. Heute zumindest war sie extrem unfreundlich und nicht gewillt, eine Minute ihrer Arbeitszeit zu opfern, um mir eine Frage zu beantworten. Diese Diskussion darum dauerte &#252;brigens zwei Minuten. Tja so geht das, wenn man anstatt um 10:30 um 10:33 Uhr dort auftaucht. Manchmal muss man mit den Defiziten der Mitmenschen umgehen k&#246;nnen, wie J&#246;rg sagt.  Ebenso wie bei Y. aus meiner B-Ball-Mannschaft. Der geht auch gar nicht und ich erinnere mich schnell an den Satz &#8220;Das Wohl von vielen ist wichtiger als das Wohl von wenigen oder das eines einzelnen&#8221; und das trifft hier auf jeden Fall zu, weil es zur Zeit wohl niemanden gibt, der Lust hat, mit ihm weiterhin in einer Mannschaft zu spielen. Warum ertragen das also alle? Das geht ja schon so weit, dass die Leute beim Ausschie&#223;en absichtlich daneben werfen, um nicht mit Y. in einem Team spielen zu m&#252;ssen. Wahnsinn, oder?</p>
<p>Morgen habe ich nach zwei Wochen endlich wieder Therapie, also Einzelgespr&#228;ch. Da gibt es ja so einiges zu besprechen. Ich pers&#246;nlich finde, dass ich in den letzten Wochen so ein wenig von meiner Gelassenheit und Ruhe verloren habe. Mich regen bestimmte Dinge wie z.B. die Sache in der BBall-Mannschaft oder die ARGE-Geschichte ziemlich schnell auf. Das ist nicht so gut. Das will ich morgen auf jeden Fall besprechen. </p>
<p>Das Training heute abend ist mir auch nicht so wichtig. F&#252;r heute habe ich mir lediglich vorgenommen, ruhig zu bleiben und nichts zu sagen. Wer ist den bitte sch&#246;n Herr Bl&#228;nkner?<br />
Wer ist denn bitte sch&#246;n Herr Ballout? Wer ist denn bitte sch&#246;n Y.?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>TOP20</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Apr 2009 11:16:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Tagebuch eines Suchtkranken]]></category>

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		<description><![CDATA[Leerer Bildschirm&#8230;
Ich bin nicht schlecht drauf. Nein, nein. Das nicht. Aber wisst ihr, was ich heute abend toll f&#228;nde? Besuch. Besuch w&#228;re sch&#246;n. An den letzten Wochenendabenden koche ich komischerweise auch immer zu viel, f&#252;r zwei quasi. Jetzt hier zu sitzen, mit jemanden, den ich mag, auf der Couch, zu zweit, sich was erz&#228;hlen, lachen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leerer Bildschirm&#8230;</p>
<p>Ich bin nicht schlecht drauf. Nein, nein. Das nicht. Aber wisst ihr, was ich heute abend toll f&#228;nde? Besuch. Besuch w&#228;re sch&#246;n. An den letzten Wochenendabenden koche ich komischerweise auch immer zu viel, f&#252;r zwei quasi. Jetzt hier zu sitzen, mit jemanden, den ich mag, auf der Couch, zu zweit, sich was erz&#228;hlen, lachen, Musik h&#246;ren, ein Glas Rotwein, na gut, zwei, und sollte es denn dann eine Frau sein, vielleicht sp&#228;ter mal kuscheln und k&#252;ssen. Der Sex w&#228;re nicht so wichtig. Aber neben jemanden aufzuwachen, das w&#228;r&#8217; mal wieder was. Nochmal heranschmusen, Kaffee f&#252;r zwei  machen, Br&#246;tchen einkaufen, R&#252;hrei machen, ein Spaziergang, ein Eis, Sonnenschein, anlehnen&#8230;</p>
<p>Das w&#228;r sch&#246;n&#8230;</p>
<p>Sometimes I wander, I spend the lonely nights dreaming of a song, the melody hunts my reverie and I am once again with you, when our love was new and each kiss an inspiration. Sch&#246;n, nicht wahr?</p>
<p>Heute abend habe ich mir mal eine Top-Twenty-Liste meiner Lieblingssongs, also quasi DIE Charts &#252;berlegt. Die Liste ist ziemlich bunt geworden, eigentlich ist alles dabei au&#223;er Heavy Metal oder so &#8216;ne Depri-Musik.</p>
<p>Platz 1<br />
Frédéric Chopin: Grande Valse brilliante<br />
Platz 2<br />
Johann Sebastian Bach - Das wohl temperierte Klavier: Pr&#228;ludie und Fuge in Cis-Dur<br />
Platz 3<br />
The Who - Live at the Royal Albert Hall 2001: Who are you?<br />
Platz 4<br />
Buena Vista Social Club - Buena Vista Social Club: Candela<br />
Platz 5<br />
Frank Sinatra - Sinatra at the Sands: Don&#8217;t worry &#8217;bout me<br />
Platz 6<br />
Carlos Santana - Woodstock, live: Soul Sacrifice<br />
Platz 7<br />
Feist - Feist: Titel 1 von diesem Album (den Namen kenne ich nicht)<br />
Platz 8<br />
Queen - Greatest hits: Don&#8217;t stop me now<br />
Platz 9<br />
Dean Martin - Live from Lake Tahoe: Rock-a-bye-baby<br />
Platz 10<br />
Michael Bublé - It&#8217;s time: Feeling good<br />
Platz 11<br />
Thelonious Monk - Greatest hits: Straight, no chaser<br />
Platz 12<br />
Moulin Rouge - OST: Elephant love medley<br />
Platz 13<br />
The Who - Who&#8217;s next?: Baba O&#8217;Riley<br />
Platz 14<br />
The Lousiana Gator Boys - OST Blues Brothers 2000: How blue can you get?<br />
Platz 15<br />
Count Basie &amp; his band - Sinatra at the Sands: All of me<br />
Platz 16<br />
Frédéric Chopin: Walzer in As-Dur op.34 No. 1 (valse brilliante)<br />
Platz 17<br />
Sammy Davis jr. - Live in St. Louis: Impressions of &#8220;One for my baby&#8221;<br />
Platz 18<br />
Aimée Mann - Magnolia OST: Wise up<br />
Platz 19<br />
Die fabelhafte Welt der Amélie - OST: Comptine d&#8217;un autre été<br />
Platz 20<br />
Frank und Dean - Live at the Sands: Kiddie album medley</p>
<p>Was mir in diesen Charts eigentlich fehlt, sind Songs von U2, aber ich konnte mich einfach nicht entscheiden. Vielleicht die Album-Charts? Top 5:</p>
<p>Buena Vista Social Club - Buena Vista Social Club<br />
U2 - live Zoo TV-Tour<br />
Frank Sinatra - Sinatra at the Sands<br />
The Who - Live at the Royal Albert Hall 2001<br />
Dean Martin - Live from the Sands</p>
<p>Ich w&#252;nsche Euch noch ein sch&#246;nes Wochenende</p>
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		<item>
		<title>ARGE oder Arrrghh&#8230;?</title>
		<link>http://stil-leben.eu/suchttagebuch/arge-oder-arrrghh-170409.html</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Apr 2009 11:10:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Tagebuch eines Suchtkranken]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Leserinnen und Leser,
ein kurzer Wochenr&#252;ckblick. Naja, vielleicht auch ein langer. Ich habe heute etwas ganz tolles bekommen. Ein Geschenk. Einen &#8220;Fallmanager&#8221; von der ARbeitsGEmeinschaft meiner Stadt. Ich bin also ein Fall. Das ist ja schon mal was. Wie hei&#223;en wohl die anderen Mitarbeiter, die auch Hartz-IV-Berechtigte betreuen? Was &#8220;managet&#8221; denn wohl so einer Manager, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leserinnen und Leser,</p>
<p>ein kurzer Wochenr&#252;ckblick. Naja, vielleicht auch ein langer. Ich habe heute etwas ganz tolles bekommen. Ein Geschenk. Einen &#8220;Fallmanager&#8221; von der ARbeitsGEmeinschaft meiner Stadt. Ich bin also ein Fall. Das ist ja schon mal was. Wie hei&#223;en wohl die anderen Mitarbeiter, die auch Hartz-IV-Berechtigte betreuen? Was &#8220;managet&#8221; denn wohl so einer Manager, was ein Nicht-Fallmanager nicht macht? Offenbar ist er etwas besser f&#252;r mich, weil die Dame am Empfang sagte, er w&#252;rde nur 50-100 &#8220;F&#228;lle&#8221; bearbeiten und nicht 300 bis 500. O.K., sch&#246;n. &#8220;Also bedeutet das f&#252;r mich, dass ich mehr Zeit beanspruchen kann als andere Hartz-IV-Empf&#228;nger?&#8221; &#8220;Nein, wahrscheinlich nicht, aber ihr Fall ist komplizierter als andere.&#8221; &#8220;Wie wollen sie das beurteilen?&#8221; &#8220;Sie sagten doch, sie seien Spieler, sie h&#228;tten Schulden und eine psychische Problematik.&#8221;</p>
<p>&#8220;Und damit haben sie jetzt ein Bild von mir? Ich meine, auf wie viele der anderen Empf&#228;nger treffen denn die letzten beiden Faktoren ebenso zu?&#8221;</p>
<p>Ja. Die letzten beiden Fragen schwirrten mir durch den Kopf, aber ich habe sie nicht gesagt. Vereinfacht die Tatsache, dass ich meine psychische Problematik erkannt habe und behandeln lasse, nicht den &#8220;Fall&#8221;? Die meisten wissen es doch gar nicht, und ihre Unwissenheit &#252;ber den Kern ihrer Probleme l&#228;&#223;t sie auch noch durchs Raster fallen und sie werden nicht von einem &#8220;Fallmanager&#8221; &#8220;gemanaget&#8221;. Die Vertretung meines Fallmanagers (welch ein Zufall: er hat Urlaub), eine Dame um die 40, schien entz&#252;ckt &#252;ber den Zustand, dass ich gut angezogen war, in ganzen S&#228;tzen sprach und genau wusste, was ich wollte. Und als sie mich fragte, was ich so vorh&#228;tte und ich ihr von der Umschulung, der Klinik und den Dingen berichtete, die ich schon eingestielt habe, da wirkte sie irgendwie ein wenig erl&#246;st und ich sagte, ich ben&#246;tigte keinen Fallmanager. Aber sie blieb dabei. Ich brauche einen Fallmanager. Einen Mann, der mich alle zwei Wochen zu sich ins B&#252;ro ruft, nat&#252;rlich nicht ohne mich darauf hinzuweisen, was mir alles widerf&#228;hrt, wenn ich dem Termin nicht nachkomme (Geldabzug, Hartz-IV-Ausschluss, Gef&#228;ngnis, Scheiterhaufen, Fegefeuer&#8230;). Ich werde ihm dann ab jetzt jede Woche berichten, was ich so tue, er wird daf&#252;r Geld bekommen, dass ich ihm erz&#228;hle, was ich tue, er wird feststellen, dass er nichts tun muss, er hat einen Teil seiner Arbeitszeit hinter sich, sein Kaffee ist immer noch hei&#223; und ich verliere Lebenszeit. Ein gutes System. Naja, das war jetzt sehr sarkastisch. Nat&#252;rlich wird sich dieses System nicht aus dem Nichts errichtet haben. Es wird viele viele Menschen gegeben haben, die nichts getan haben und das System dazu angehalten haben, sich zu versch&#228;rfen. Aber er sieht doch all die Unterlagen, die das best&#228;tigen, was ich sage und das sollte doch ausreichen, um mich einmal zu sehen und zu entscheiden, dass der n&#228;chste drankommen kann. Der, der nicht wei&#223;, was er machen soll, der nicht wei&#223;, wie es weitergehen kann und der schon seit einer Stunde auf diesem Flur sitzt und dar&#252;ber nachdenkt, wo er arbeiten k&#246;nnte, wo er das Geld f&#252;r den n&#228;chsten vollen K&#252;hlschrank herbekommt.</p>
<p>Ich bin so froh, wenn es weitergeht. Gestern abend lag ich so im Bett und habe &#252;ber mein Leben nachgedacht. 30 Jahre, Pessismisten w&#252;rden sagen, die H&#228;lfte meines Lebens ist rum, Optimisten vielleicht, dass ein Drittel rum ist. Aber das ist doch egal. Ob ich nun 35, 60, 80, 100 werde, ich denke, wenn ich daf&#252;r sorgen kann, dass ich in meinem Leben ab dem heutigen Tag daf&#252;r einstehe und k&#228;mpfe, noch einen weiteren gl&#252;cklichen Tag in meinem Leben zu haben und mir das gelingt und ich ab diesem Tag wieder daf&#252;r k&#228;mpfe, einen weiteren gl&#252;cklichen Tag zu erleben, dann ist es doch egal, wie alt ich werde. Das einzige Problem war nur, dass ich das die letzten Jahrzehnte nicht gemacht habe. Zuerst hatte ich nicht das Bewusstsein dazu und dann hatte ich es, ich war mir aber die unwichtigste Person auf dieser Welt und dann lohnt es sich ja nicht, sich f&#252;r sich einzustehen, oder? F&#252;r eine unwichtige Person nicht, nein. Soll mich doch der Herrgott holen, Hauptsache, ich hatte vor diesem Tag EINEN gl&#252;cklichen und nicht zu viele davon. Nichts ist schwerer zu ertragen, als eine Reihe von sch&#246;nen Tagen, nicht wahr, Wolfgang?</p>
<p>Wisst ihr, in der Klinik habe ich doch h&#228;ufig die Gef&#252;hlsprotokolle ausgef&#252;llt. Die brauche ich schon gar nicht mehr. Bl&#246;de Situation, Gehirn anschmeissen: &#8220;Hab ich Schuld? Situation? Gedanke? Gef&#252;hl? Impuls? Handlung?&#8221; Alles voll automatisiert, AO <img src='http://stil-leben.eu/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> Manchmal fange ich damit an und bei &#8220;Gedanke&#8221; fange ich meist schon selbst an zu schmunzeln, denn dann merke ich, wor&#252;ber ich mir da Gedanken mache und was f&#252;r ein Bl&#246;dsinn das alles ist. Gut, das funktioniert nicht immer, aber es hat ja keiner gesagt, es w&#252;rde leicht werden. Und deshalb halte ich diese Tage auch aus. Ich glaube, es ist nicht wichtig, die Probleme zu l&#246;sen, sondern sie zu erkennen. Die meisten sind n&#228;mlich gar nicht so wichtig und wenn dann mal eins wichtig wird, kann ich immer noch gegensteuern und handeln. Neulich bekam ich eine Nachricht von einem Mitpatienten, der mir von seinem ersten gro&#223;en Problem erz&#228;hlt. Auf dem Weg zu seiner Arbeitsstelle hat ein Spielsalon aufgemacht und er hat Probleme, daran vorbeizugehen, ohne reinzugucken und es reize ihn. Tja, wenn das die Problematik w&#228;re, wie sch&#246;n w&#228;r das? Ich ziehe an einen Ort, an dem es Gl&#252;cksspiel nicht gibt und dann bin ich spielfrei UND gl&#252;cklich. Die Sucht ist Symptom! Das Ende einer langen Kette und nicht der Anfang. Wenn ich gl&#252;cklich bin, bin ich spielfrei und nicht wenn ich spielfrei bin, bin ich gl&#252;cklich. Die Sucht ist nicht der Teufel, der an jeder Ecke lauert, das Leben ist es. Mein Leben! Wenn ich diesen Typen in Rot mit Pfeilschw&#228;nzchen und Dreizack nicht zu H&amp;M schicke und ihm sein neues wei&#223;es Gewand kaufe, wer tut es dann? Niemand. Auch nicht Deutschland, in dem Frau Merkel sagt, Spielsalons gibt es nicht mehr, weil sie geh&#246;rt hat, da g&#228;be es einen Typen in Nordrhein-Westfalen, dem es deswegen nicht so gut ginge&#8230;</p>
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		<title>Keine Ahnung</title>
		<link>http://stil-leben.eu/suchttagebuch/keine-ahnung-130409.html</link>
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		<pubDate>Mon, 13 Apr 2009 13:11:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Tagebuch eines Suchtkranken]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie geht&#8217;s mir? Keine Ahnung&#8230;
Ich denke, das reicht jetzt erstmal f&#252;r die n&#228;chsten Wochen. Die Geschichten der letzten sieben Tage reichen wirklich aus. Genug. Schluss.
Wer funktioniert denn &#252;berhaupt noch? Das ist l&#228;cherlich. Da kann man ja nur selbstverliebt und arrogant werden. Vermieter, Bruder, Mutter, Basketballcoach, privates Umfeld, Knutschbekanntschaft, Gro&#223;mutter, Schaffner, Ex-Fu&#223;ballkollege&#8230; Das ist kaum auszuhalten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie geht&#8217;s mir? Keine Ahnung&#8230;<br />
Ich denke, das reicht jetzt erstmal f&#252;r die n&#228;chsten Wochen. Die Geschichten der letzten sieben Tage reichen wirklich aus. Genug. Schluss.</p>
<p>Wer funktioniert denn &#252;berhaupt noch? Das ist l&#228;cherlich. Da kann man ja nur selbstverliebt und arrogant werden. Vermieter, Bruder, Mutter, Basketballcoach, privates Umfeld, Knutschbekanntschaft, Gro&#223;mutter, Schaffner, Ex-Fu&#223;ballkollege&#8230; Das ist kaum auszuhalten. Ich werde nicht alles radikal akzeptieren! Wenn ich das alles akzeptiere, dann kann ich mir auch gleich &#8216;nen Strick nehmen. Wof&#252;r bem&#252;ht sich denn ein Mensch? F&#252;r Gl&#252;ck im Leben. Was bedeutet aber Gl&#252;ck, wenn ich es nur allein oder zu zweit haben kann? Alleine gl&#252;cklich ist doch echt &#8216;n bisschen utopisch. Eine sch&#246;ne, ausgeglichene, tiefe Beziehung ist fantastisch, aber f&#252;llt ja nicht 100% der Lebenszeit aus, also ist ja auch an anderen Stellen mal Zufriedenheit notwendig, oder? Am Ostersonntag ist meine Mutter wieder in alte Verhaltensweisen gerutscht und war nicht in der Lage, ihre alten Gef&#252;hle zur&#252;ckzuhalten, obwohl sie v&#246;llig fehl am Platz waren. Ich wusste das schon vor der Situation, in die ich mich zwangsl&#228;ufig begeben musste. Somit war das unausweichlich. Es reichte aber nicht aus, den Zustand schon vorher zu erahnen, um so vorbereitet &#8220;heil&#8221; aus der Situation heraus zu kommen. Das war einfach entt&#228;uschend und machte den Rest des Tages zu Schwermut. Dabei war das echt Pillepalle. Vielleicht lag es aber auch einfach daran, dass dieser Moment das &#8220;Sahneh&#228;ubchen&#8221; auf dem Schund der voran gegangenen Tage war. Sonntag Abend ging es mir dann echt erstmals richtig schei&#223;e, seit ich aus der Klinik bin. Spieldruck? Nein, aber auf dem besten Weg dahin. Ohne das andere Menschen nicht auch mal ein oder zwei postive Eindr&#252;cke hinterlassen, werde ich meine abstinente Zeit nicht so leicht ausdehnen k&#246;nnen, obwohl mir klar ist, dass nur ich mich ver&#228;ndere und mein Umfeld bleibt, wie es ist. Mein Gott, habe ich diesen Satz schon auf gedacht oder gesagt&#8230;</p>
<p>Ich ziehe jetzt erst einmal in den kommenden Tagen das geplante Programm durch und entledige mich erst einmal von ein oder zwei Personen. Das ist mir grad echt zu viel. Pf&#228;ndungsschutz, ArGe und Arztbesuch. Das muss reichen. Und oh wehe, irgendeiner von euch kommt in den n&#228;chsten Tagen angeschissen und will irgendwas. Das k&#246;nnt ihr vergessen! Ich darf auch ohne euch radikal akzeptieren!</p>
<p>Frohe Ostern! (Eintrag geschrieben am Ostermontag)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>With a little help</title>
		<link>http://stil-leben.eu/suchttagebuch/with-a-little-help-090409.html</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Apr 2009 13:08:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Tagebuch eines Suchtkranken]]></category>

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		<description><![CDATA[What would you do if I sang out a tune?
Would you stand up and walk out with me?
Ist es so einfach?
Do you need anybody?
I need someone to love.
Ja, so ist es.
Would you believe in a love-at-first-sight?
I am certain it happens all the time.
What do you see when you turn off the light?
I don&#8217;t see nothing, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>What would you do if I sang out a tune?<br />
Would you stand up and walk out with me?<br />
Ist es so einfach?<br />
Do you need anybody?<br />
I need someone to love.<br />
Ja, so ist es.<br />
Would you believe in a love-at-first-sight?<br />
I am certain it happens all the time.<br />
What do you see when you turn off the light?<br />
I don&#8217;t see nothing, but it&#8217;s your feeling like mine.<br />
Ich f&#252;hle mich grad ein wenig wie Amélie, die auf einem Balkon steht und versucht, sich vorzustellen, wie viele Frauen in Paris grad einen Orgasmus haben. Aber es ist nicht ganz die &#8220;Orgasmus&#8221;-Schiene, eher ein Versuch der Vorstellung, wie viele Menschen heute abend in derselben Stimmung sind wie ich. Amélie hatte damals &#8220;15&#8243; gesagt. Ich glaube in einer kleinen Stadt wie meiner teilen meine Emotionen grad weniger Menschen. Wer macht sich schon so viele Gedanken wie ich?</p>
<p>Wenn ich gestern so Champions League schaue und meinen Blick in die Runde schweifen lasse, dann denke ich immer, mit wie wenigen Menschen ich mein Leben teilen k&#246;nnte. Wie wenige Menschen auch Lust haben, mal Sachen zu ergr&#252;nden, die sonst eher selten thematisiert werden. Wenn ich mich mit den Jungs aus meiner Mannschaft etwas machen wollte, m&#252;sste ich wohl zwangsl&#228;ufig pokern, r&#252;lpsen und flache Spr&#252;che ablassen, um nicht durchs Raster zu fallen. Das Leben ist sch&#246;n&#8230; Klingt jetzt ironisch, ist ironisch. An Abenden wie diesem finde ich es schei&#223;e, wie das alles so l&#228;uft und ich bekomme an solchen Abenden das Gef&#252;hl, ich k&#246;nnte das alles gar nicht schaffen, weil an jeder Ecke in meinem Leben die Frustration lauert. Das kann doch nicht alles sein, oder?  Hat jemand von Euch &#8220;Dogville&#8221; gesehen? Vater und Tochter werfen sich am Ende gegenseitig vor, arrogant zu sein. Der Vater sei arrogant, weil er sich das Recht nimmt, &#252;ber die Menschen zu richten, die gemordet oder vergewaltigt haben, obwohl er kein Richter ist und dass er pl&#252;ndert als sei es sein von Gott gegebenes Recht, er ist nur ein Gangster. Er t&#246;tet die anderen. Die Tochter (brilliant: Nicole Kidman) sei arrogant weil sie in ihrem Leben erkannt hat, dass die wenigsten Menschen ihren moralischen Werten, die sie, wie selbst sagt, barmherzig handeln l&#228;&#223;t, und somit jedem vergibt, der unrechtes tut, weil er nicht die M&#246;glichkeit hat, &#8220;besser&#8221; zu handeln. Der Vater sagt, sie gehe von einem Vorurteil aus, dass niemand einen so hohen moralischen Anspruch an sich stellt wie sie selbst an sich und dass sie damit jeden entlastet. Sie verg&#228;be anderen mit Entschuldigungen, die sie niemals f&#252;r sich selber geltend mache. Sie solle barmherzig sein, wenn es angebracht ist und dabei ihren eigenen Anspr&#252;chen immer treu bleiben. Das w&#252;rde sie den anderen Menschen schulden. Die Strafe, die sie f&#252;r all ihre Vergehen erhielte, m&#252;ssen auch die anderen f&#252;r ihre erhalten. Sie lie&#223;e ihnen nicht die Chance, sich zu rechtfertigen, und das mache sie arrogant. Sie denkt dar&#252;ber nach und stellt f&#252;r sich selber fest, dass sie, selbst wenn sie in derselben Lebenslage wie die anderen Bewohner Dogvilles gewesen w&#228;re, nie so h&#228;tte handeln k&#246;nnen, wie es ihr die Bewohner angetan hatten. Sie nutzt die Macht, die ihr ihr Vater gibt, um Dogville auszul&#246;schen. &#8220;If there&#8217;s any town this world would be better without, this is it.&#8221; Na, das war ja jetzt ein Ausflug, was? Aber kann man nicht eventuell diese Situation ein wenig umm&#252;nzen und meine Situation betrachten? Ist &#8220;Ich bin o.k. - Du bist o.k.&#8221; nicht auch arrogant? Meistens, nicht immer, aber meistens, benutze ich diesen Satz in Momenten, in denen sich jemand nicht so verh&#228;lt, wie es meinen Anspr&#252;chen gerecht wird und nur selten, wenn sich jemand toll verh&#228;lt. Ich denke da nur mal an den Basketballtypen, von dem ich schrieb. Was w&#252;rde es also bedeuten, wenn ich meine &#8220;Macht&#8221; nutzen w&#252;rde und ihn zur Rede stelle, um ihm die Chance zu lassen, sich zu rechtfertigen. Er sieht seinen Fehler nicht und ich d&#252;rfe richten, was in diesem Fall nur bedeuten w&#252;rde, dass ich mich entferne. Mein Problem in dieser wesentlich feiner justierten moralischen Welt w&#228;re wohl, dass ich selbst ziemlich schnell ziemlich allein bin. Aber Moment! Das bin ich ja jetzt auch schon! Es ist also egal. Ich tue dieses &#8220;Ich bin o.k - Du bist o.k.&#8221; nur f&#252;r das Gef&#252;hl des anderen und nicht f&#252;r mein eigenes, damit mein Gegen&#252;ber zufriedener ist oder sich sicher f&#252;hlt oder sich wohlig weiterhin in seinem eigenen Dreck suhlen kann. Sch&#246;ne Schei&#223;e!</p>
<p>Ich habe da heute dr&#252;ber nachgedacht und dann pl&#246;tzlich diese Verbindung gehabt, weil ich n&#228;mlich jemanden diesen Satz zukommen lie&#223;, obwohl ich eigentlich etwas ganz anderes im Sinn hatte. Ich f&#252;hlte mich unfair behandelt, weil ich vorwurfsvolle Fragen und Aussagen an Kopf geschmissen bekam und mich im Nachhinein, nachdem ich der Person nicht die lange, zuerst rechtfertigende, emotionsgeladene und zuletzt vorwerfende Mail schickte, sondern das &#8220;Ich bin ok - Du bist ok&#8221; zukommen lie&#223;, eigentlich nicht befreit f&#252;hlte. F&#252;r den Moment hatte ich das Gef&#252;hl, diese Mail nicht loszuschicken sei auch Teil meines moralischen Anspruchs, weil das nicht meine Ebene war, auf der ich mich mit anderen unterhalte. Aber irgendwie passte mir das trotzdem nicht.  In dem Momenten, in denen ich &#8220;nicht optimales&#8221; Verhalten bei der anderen Person feststellte, habe ich um unserer Beziehung Willen den Mund gehalten. Aber wenn ich doch schon schwieriges Verhalten feststelle, dass mir nicht gef&#228;llt, wof&#252;r investiere ich mich dann? Vielleicht weil ich eine andere Hoffnung habe oder evtl hatte, die aber nicht im Handeln der anderen Person erkennbar ist.</p>
<p>Heute nachmittag habe ich mich dann in die Badewanne gelegt und quasi eine &#8220;Pro und Kontra-Liste&#8221; angefertigt, in der ich zum Schluss zum Ergebnis kam, dass ich das so definitiv nicht will und ich erkannte, dass die Email, die ich lesen musste, ein verst&#228;rkter Ausdruck von dem war, wie die Person zuvor handelte und schrieb. Keine Basis, obwohl eigentlich eine gef&#252;hlte da war, die ich dann vielleicht falsch eingesch&#228;tzt hatte.</p>
<p>Und auch wenn die Person das jetzt auch liest, muss ich das loswerden. Ich bin kein Eiszapfen! Ich kenne keinen 30-j&#228;hrigen mit mehr Gef&#252;hl f&#252;r seine Mitmenschen, mit mehr Empathie und mit mehr Gef&#252;hl f&#252;r sich selbst und in ihm selbst. Es war einfach eine prik&#228;re Situation, die mich dazu brachte, nicht jede Emotion rauszulassen. Und wenn die Person ein so gutes Gef&#252;hl von meiner Person gehabt h&#228;tte, h&#228;tte sie das wissen m&#252;ssen.</p>
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		<title>Neues Koordinatensystem</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Apr 2009 06:27:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Tagebuch eines Suchtkranken]]></category>

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		<description><![CDATA[So. Ich glaube, es wird Zeit f&#252;r ein neues Koordinatensystem. Die empirischen Daten, die ich in denen letzten 6 Monaten gesammelt habe, sollten wohl reichen. Anscheinend gibt es nur 3 oder 4 Menschen, die ich kenne und die auch im weitesten Sinne so gut aufgestellt sind wie ich. Komisch, dass ich spiels&#252;chtig geworden bin. Die anderen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So. Ich glaube, es wird Zeit f&#252;r ein neues Koordinatensystem. Die empirischen Daten, die ich in denen letzten 6 Monaten gesammelt habe, sollten wohl reichen. Anscheinend gibt es nur 3 oder 4 Menschen, die ich kenne und die auch im weitesten Sinne so gut aufgestellt sind wie ich. Komisch, dass ich spiels&#252;chtig geworden bin. Die anderen sollten sich in der Richtung vielleicht mal Gedanken machen. <img src='http://stil-leben.eu/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>So wenig Kontinuit&#228;t, so wenig Konsequenz, so wenig Tatsachen nach Vorhersagen. Ich wei&#223; nicht, mir gef&#228;llt das nicht und es frustriert mich (noch), denn ich habe irgendwie das Gef&#252;hl, dass mich die Masse an nicht kompetentem Verhalten und die Tatsache, dass mir diese Menschen mein &#8221;Anderssein&#8221;  in der Vergangenheit vorhielten, davon &#252;berzeugte, dass ICH mich nicht richtig verhalte. Schon eigenartig, aber ich kann pr&#252;fen und pr&#252;fen und pr&#252;fen, es ist immer dasselbe Ergebnis. Ich bin ok. Alles ist passend. Ich finde es toll, dass ich dessen langsam gewahr werde. Alles scheint oftmals von anderen komplett f&#252;r den Moment erdacht, und wenn jemand sein Verhalten ver&#228;ndert, weil er sich logisch mit sich selbst und der Situation konfrontiert, dann sollte er auch den Schritt weitergehen, was das nicht logische oder &#8220;emotionale&#8221; Verhalten (1.) an der Situation ver&#228;ndert, die vor dem &#8220;unlogischem&#8221; Verhalten Stand der Dinge war und (2.) was ihn dazu gef&#252;hrt hat, die Situation, die vorher da war, zu verlassen. Vielleicht f&#252;hlen sich ja jetzt einige Menschen da drau&#223;en angesprochen und k&#246;nnen mir das erkl&#228;ren, denn ich wei&#223; nicht so recht: Wenn ich meinem Bauchgef&#252;hl folge hat das einen Grund, und wenn der Grund nur der ist, dass ich durch das Folgen etwas ver&#228;ndere und somit best&#228;tige, dass ich mit der Ausgangssituation nicht zu 100% zufrieden bin, denn wenn es so w&#228;re, dann h&#228;tte ich nicht dieses Bauchgef&#252;hl. Gut, ich sollte das vielleicht nicht auf alle Situationen des Lebens m&#252;nzen, aber in einigen hat diese Theorie bestimmt Platz. Oder was ist denn zum Beispiel mit den Situationen, in denen der Erfolg einer Gruppe an der Infunktionalit&#228;t (gibt es das Wort?) von wenigen zu scheitern droht. Warum machen sich Menschen die M&#252;he, ihren Energieeinsatz zu vergr&#246;&#223;ern, um das Gleichgewicht herzustellen, anstatt sich an die anderen zu wenden und zu sagen: &#8220;Ich funktioniere, was ist mit Dir?&#8221; Muss die Gruppe in Frage gestellt werden? Oder zumindest ein Teil? Wohl besser, als am Ende festzustellen, dass einige nicht funktionieren und somit evtl. in ihrer Aufstellung ungl&#252;cklich sind und derjenige, der sich so sehr f&#252;r das Wohl der Gruppe eingesetzt hat, auf dem Zahnfleisch geht und auch nichts davon hat, weil es nicht geklappt hat und er jetzt auch ungl&#252;cklich ist.</p>
<p>Ich werde mir nicht mehr erz&#228;hlen lassen, ich w&#252;rde Fehler machen und mich und meine Pers&#246;nlichkeit in Frage stellen. 29 Jahren reichen da wohl vollkommen aus. Nur weil es leichter ist, mich herunter zu ziehen, anstatt sich selber anzustrengen und zu hinterfragen, hei&#223;t das noch lange nicht, dass ich das zu jeder Zeit an jedem Ort hinnehmen muss. Nein, ich darf es nicht einmal hinnehmen, wenn ich meine Stabilit&#228;t halten m&#246;chte. Jaja, die n&#228;chsten 30 Jahre werden wohl nicht so leicht.</p>
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		<title>Kompetenz ist eine Frage der &#220;bung?!</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 06:20:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Tagebuch eines Suchtkranken]]></category>

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		<description><![CDATA[ Gr&#252;&#223;t Euch!
Ich finde es sch&#246;n, wenn Therapeuten richtig liegen. Wenn ich an G&#252;tersloh zur&#252;ckdenke, dann beschleicht mich das Gef&#252;hl, dass die Therapeuten nur immer das best&#228;tigten, was ich mir selber erarbeitete oder sie schwiegen sich aus. Ich finde es gut, wenn ich auch mal neue Blickwinkel erhalte und wenn ich &#252;berlege, wie oft ich in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> Gr&#252;&#223;t Euch!</p>
<p>Ich finde es sch&#246;n, wenn Therapeuten richtig liegen. Wenn ich an G&#252;tersloh zur&#252;ckdenke, dann beschleicht mich das Gef&#252;hl, dass die Therapeuten nur immer das best&#228;tigten, was ich mir selber erarbeitete oder sie schwiegen sich aus. Ich finde es gut, wenn ich auch mal neue Blickwinkel erhalte und wenn ich &#252;berlege, wie oft ich in den letzten Wochen in irgendeiner Angelegenheit ein bestimmtes Gef&#252;hl f&#252;r die Situation hatte, dann be&#228;ngstigt es mich fast, wie oft ich da richtig lag. Meine Therapeutin hat mal von einer &#8220;radikalen Akzeptanz&#8221; gesprochen, die ich aufbauen m&#252;sse, denn die Situationen im zwischenmenschlichen Bereich, in denen ich unangenehme Gef&#252;hle vermittelt bekomme, lie&#223;en sich h&#246;chstwahrscheinlich in den seltensten F&#228;llen abstellen und es g&#228;be keine M&#246;glichkeit f&#252;r mich, diese nicht aufkommen zu lassen, denn es werde die Menschen geben, f&#252;r die ich interessant bin und die sich mit meiner Einstellung zu Kommunikation und Leben identifizieren k&#246;nnten und es werde die Menschen geben, f&#252;r die ich (vor allem in Gruppen) eine Gefahr darstelle, weil sie sp&#252;ren, dass dort jemand ist, dessen Intellekt und Eloquenz eine Gefahr sein k&#246;nnten. Es sei wichtig zu wissen, dass ich in den meisten F&#228;llen gar nicht &#8220;am Thron des Alphatiers r&#252;tteln&#8221; wolle, aber trotzdem w&#252;rden die Gef&#252;hle bei diesen Menschen aufkommen.</p>
<p>Tja, genauso ist es passiert. Eigentlich ist es schon vor sieben Monaten passiert. Damals, vor der Klinik, bin ich einem Basketballverein beigetreten und habe fast drei Monate am Training teilgenommen bevor ich f&#252;r 12 Wochen die Therapie antrat. Jetzt wollte ich nat&#252;rlich nach der Klinikzeit N&#228;gel mit K&#246;pfen machen und einen Pass beantragen lassen, damit ich auch an den Meisterschaftsspielen teilnehmen kann. Hierf&#252;r habe ich unserem &#8220;so called&#8221; Trainer (eine Mischung aus Organisator, Oberguru und Alphatier) ein Passfoto von mir gegeben, dass ein wenig zu gro&#223; war. Mir war er auch schon vor der Klinik einige Male sauer aufgesto&#223;en, weil er so&#8217;n Schreihals ist und in 997 von 1000 F&#228;llen Recht hat. Ich w&#252;rde mich schon wundern, wenn das in den letzten 8 Jahren, die er im Verein ist, nicht auch anderen aufgefallen ist. Ich bekam die Info, dass ein Passantrag maximal vier Wochen dauert und das ich evtl. die letzten drei oder vier Spiele mitmachen kann. Da habe ich mich gefreut, weil ich Bock drauf hatte. Irgendwann nach ca. drei Wochen habe ich ihn dann in einer Kneipe beim Fussball gucken darauf angesprochen und seine OT-Reaktion war: &#8220;Wenn Herr O. bereits Dein Riesen-Passfoto zugeschnitten hat, l&#228;uft&#8217;s wohl.&#8221; Alles roger? So, nach &#8216;ner Woche habe ich ihn dann nochmals angesprochen und er erwiderte, er m&#252;sse Hernn O. da wohl nochmal anrufen. W&#228;hrenddessen wurde ich immer f&#252;r&#8217;s Anschreiben bei Heimspielen &#8220;einberufen&#8221; und bei dieser T&#228;tigkeit liegt ein chronischer Freiwilligenmangel vor. Im 7-Tages-Rhythmus sprach ich ihn dann noch zwei weitere Male an und entschied dann (eines der o.a. Gef&#252;hle), Herrn O. einfach mal anzurufen. &#8220;Pass? Foto? Antrag? Ich wei&#223; von nichts.&#8221; Tja, das waren dann wohl f&#252;nf wissentliche L&#252;gen und da kann ich ja gar nicht drauf. Ich entschied trotzdem, ihn nicht anzusprechen, weil irgendwann w&#252;rde das sowieso auf den Tisch kommen und dann wollte ich einfach seine Reaktion sehen. Das ist jetzt auch schon wieder drei Wochen her und ich wei&#223; (wieder o.a. Gef&#252;hl) das er von Herrn O. bereits Infos hat, denn er ist so ein, Entschuldigung, Arschloch beim Training. Nicht das er ohnehin immer vorlaut und beherrschend in jeder Situation ist und in diesen meistens sogar die falschen Entscheidungen trifft, bekomme ich seit einer Woche immer noch einen Extraportion Frust ab. Er mag mich nicht, in Ordnung. Er hat gelogen, in Ordnung. Aber ich m&#246;chte schon gerne weiter ohne Gefahr von Frustration und schlechten Gef&#252;hlen zum Training gehen, denn ich liebe Basketball und will mir das nicht kaputtmachen lassen. Aber ist das m&#246;glich?</p>
<p>Am Mittwoch war es schon echt schwer, denn ich kam nach Hause, hatte alles &#252;ber mich ergehen lassen ohne auszurasten (das will ich nicht) und ohne es ruhig anzusprechen (das geht nicht). Im Bett spielten sich dann erstmals seit den ersten drei Wochen in Bad Fredeburg wieder diese ung&#252;nstigen Gedanken ab. Ich stelle mir vor, wie ich h&#228;tte reagieren k&#246;nnen, wie mein Impuls vielleicht gewesen w&#228;re oder das ich einfach voll ausraste. Das sind aber keine Optionen, denn folgendes w&#252;rde passieren:</p>
<p>Ich schreie ihn auch an, als er wegen so einer Bagatelle ausrastet, weil mir der Ton und die Art und Weise, wie es auch gegen&#252;ber anderen immer wieder vorkommt, total auf die Nerven geht. Soziale Kompentenz nicht vorhanden. Was passiert? Wir streiten, ich f&#252;hl mich schlecht, weils gegen meine Natur ist und es ist nicht klar, ob das meine Position in der Gruppe nicht schlechter macht.</p>
<p>Ich fange an zu diskutieren (Impuls) und das sind glaube ich solche Bauern-Jungs nicht gewohnt und es w&#252;rde bei der Pers&#246;nlichkeitsstruktur von ihm sicherlich nach hinten losgehen, weil seine Niederlage definitiv besiegelt w&#228;re und das w&#252;rde er sp&#252;ren und sich nicht gefallen lassen.</p>
<p>Ich sage nichts und lasse alles an mir vor&#252;berziehen (perfekter Zustand), aber daf&#252;r bin ich einfach (noch) nicht stabil genug. Ich habe keinen Einfluss darauf, dass ich mir dann Gedanken mache und frustriert bin, sobald ich zu Hause bin. Ich will eigentlich die Sache ansprechen, weil er &#8220;der F&#252;hrer&#8221; ist und er so nicht handeln darf und mir das das Leben im Verein langfristig unm&#246;glich macht. Ansprechen geht aber nicht, denn er ist daf&#252;r nicht vern&#252;nftig aufgestellt. Was tun, sprach Zeus?</p>
<p>Ich sehe ja, wie sich alle anderen (wahrscheinlich seit Jahren) zur&#252;ckhalten und alles so akzeptieren, aber ich kann das nicht. Vor allem nicht wegen der Passgeschichte. Wenn er gesagt h&#228;tte, dass er f&#252;r den Rest der Saison einen Anschreiber braucht und mich gefragt h&#228;tte, ob wir das mit dem Pass vielleicht noch zwei Monate rausschieben k&#246;nnten, dann h&#228;tte ich wahrscheinlich ja gesagt, aber das schien f&#252;r ihn wohl nicht im Bereich des M&#246;glichen.</p>
<p>Ich bekam den Ratschlag, ich m&#252;sse mich bem&#252;hen und f&#252;r meine Position k&#228;mpfen, den anderen zeigen, wie ich so drauf bin, um eine Mehrheit f&#252;r die Sache zu schaffen. Schwachsinn! Wieso muss ich, weil ich die Situation bis in den letzten Winkel erkenne, allen anderen zuliebe &#8220;erhaben&#8221; handeln, wenn er ebenso eine Person ist (sogar eher als ich), die mit ihrer Position im Verein jede Woche zu funktionieren hat.</p>
<p>Ich stehe also wieder vorm alten Gruppenproblem und der festgeschwei&#223;te einsame Wolf kommt wieder einmal zum Vorschein. Klar k&#246;nnte ich einfach nicht mehr zum Training gehen, aber ich spiele gerne Basketball. Aber wenn ich Basketball spiele, dann besteht die Gefahr, so viel ist seit Mittwoch klar, dass ich jede Woche etwas von meiner Stabilit&#228;t verliere und wieder irgendwelche ung&#252;nstigen Gedanken bekomme. Schei&#223;e!</p>
<p>Frau 0.? Radikale Akzeptanz ist wirklich verdammt schwer! Ich bin noch nicht so weit, leider.</p>
<p>Zwei Optionen:</p>
<p>I.: Ich trete aus dem Basketballverein aus und spiele wieder Streetball, wenn es das Wetter zul&#228;&#223;t.</p>
<p>II.: Ich spreche ihn an und sage: &#8220;T.? Ich mag Dich nicht und Du magst mich nicht. F&#252;r mich ist das in Ordnung. Aber ich will weiterhin zum Training gehen und Basketball spielen. Ich will an keinen Saisonspielen teilnehmen, sondern nur zum Training kommen und ich m&#246;chte, das Du mich von nun an in Ruhe l&#228;&#223;t. Ist das m&#246;glich? </p>
<p>Ratlosigkeit&#8230;</p>
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		<title>Bewusstsein</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Mar 2009 09:29:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Tagebuch eines Suchtkranken]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern Abend hatte ich Besuch, und als dieser auf dem Sprung zur Verabschiedung war und mich fragte, was der Rest des Abends noch so bringt, da habe ich nur gesagt, ich w&#252;rde direkt ins Bett gehen, habe aber selber nicht geahnt, dass ich mir noch so meine Gedanken machen w&#252;rde, denn ich habe mir &#252;berlegt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoPlainText" style="justify;"><span style="Courier New;">Gestern Abend hatte ich Besuch, und als dieser auf dem Sprung zur Verabschiedung war und mich fragte, was der Rest des Abends noch so bringt, da habe ich nur gesagt, ich w&#252;rde direkt ins Bett gehen, habe aber selber nicht geahnt, dass ich mir noch so meine Gedanken machen w&#252;rde, denn ich habe mir &#252;berlegt, wie das Leben wohl w&#228;re, wenn ich nicht spiels&#252;chtig w&#228;re und auch keine andere Abh&#228;ngigkeit h&#228;tte. Gut, ich h&#228;tte evtl. mehr Haben als Soll, aber in wie weit hat die Sucht und mich mit ihr und meinen damit verbundenen Problemen zu besch&#228;ftigen die Chance er&#246;ffnet, an einen besseren Punkt zu gelangen als ich vielleicht ohne diese Probleme h&#228;tte kommen k&#246;nnen? Ich meine damit, dass ich vielleicht mein Studium abgeschlossen h&#228;tte, begonnen h&#228;tte zu arbeiten, aber die Probleme, die mich schon begleiteten, als ich noch nicht gespielt habe und einfach nur ein Sch&#252;ler, ein Zivi, ein Student war, h&#228;tten auch weiterhin mein Leben beeinflusst, ohne dass ich vielleicht durch schwerwiegende Probleme wie Schulden, L&#252;gen, Verlust der Arbeitsstelle, Beinahe-Verlust der Wohnungen vom Leben &#8220;angeschubst&#8221; worden w&#228;re, diese Probleme wahrzunehmen, hinzuschauen und zu versuchen, mein Leben zu &#228;ndern und die Chance ergreifen zu k&#246;nnen, gl&#252;cklicher und zufriedener zu werden als ich es ohne die Sucht nie h&#228;tte werden k&#246;nnen. Ich h&#228;tte ein Leben gelebt, in dem ich mich hin und wieder mal gefragt h&#228;tte, was in meinem Leben fehlt, was mich nicht so wirklich gl&#252;cklich und zufrieden werden l&#228;sst, weil es keine Anhaltspunkte daf&#252;r gegeben h&#228;tte, einen anderen Weg zu gehen. Zu wissen, welche Baustellen, R&#252;ckschl&#228;ge, Schlagl&#246;cher und T&#228;ler das Leben bereithalten kann, bringt mich doch zu einer bewussteren Einstellung zum Leben. Es sch&#228;rft meinen Blick f&#252;r die Dinge, auf die es ankommen kann, wenn ich mit 85 auf meiner Veranda sitze und meine Frau mich fragt, ob ich gl&#252;cklich bin und ob ich all das, was ich getan habe, genauso wieder tun w&#252;rde. Wenn ich auf diese Weise meine Gedanken schweifen lasse, bin ich gleich wieder bei einer Szene von &#8220;Braveheart&#8221;, als Mel Gibson zu seinen Kriegern sagt, sie d&#252;rfen jetzt nach Hause gehen, aber wenn sie dann in vielen Jahren auf dem Sterbebett l&#228;gen, weil sie der Gefahr des Todes in diesem Kampf um die Freiheit ihres Landes aus dem Weg gegangen sind, was sie dann wohl daf&#252;r geben w&#252;rden, noch ein einziges Mal auf diesem Schlachtfeld stehen zu d&#252;rfen.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="justify;"><span style="Courier New;">Eines ist klar f&#252;r mich: Mein Leben w&#228;re einfacher gewesen, aber es w&#228;re nicht<span style="yes;">  </span>so gl&#252;cklich gewesen, wie ich jetzt die Chance habe, es werden zu lassen.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="justify;"><span style="Courier New;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="justify;"><span style="Courier New;">Sch&#246;nes Wochenende </span></p>
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		<title>Gedanken zum Dienstag&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 07:07:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Tagebuch eines Suchtkranken]]></category>

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		<description><![CDATA[Hallo!
So, das war es also mit den 20ern. Schon komisch, dass ab jetzt eine 3 anstatt einer 2 vor meinem Alter steht. Aber das Leben ist wohl so. Um ganz ehrlich zu sein, sollte ich es wohl nur positiv sehen, denn ganz sch&#246;n waren die letzten 10 ja nun wirklich nicht. Vielleicht ist das ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo!</p>
<p>So, das war es also mit den 20ern. Schon komisch, dass ab jetzt eine 3 anstatt einer 2 vor meinem Alter steht. Aber das Leben ist wohl so. Um ganz ehrlich zu sein, sollte ich es wohl nur positiv sehen, denn ganz sch&#246;n waren die letzten 10 ja nun wirklich nicht. Vielleicht ist das ein gutes Omen f&#252;r die n&#228;chsten 10? Zumindest wird es ja mal Zeit, dass es sch&#246;ner wird. Morgen bekomme ich zum Mittagessen und Kaffee Besuch und habe heute morgen bereits einen Kuchen gebacken. Hauptsache erst genauso gut gelungen wie die Generalprobe. Auf jeden Fall habe ich gemischte Gef&#252;hle, was den morgigen Tag angeht. Ein bisschen Freude, ein bisschen Wehmut, denn ich feiere morgen den ersten Jahrestag meines 29.Geburtstags. Spielen ist momentan kein Thema, aber ich muss therapiem&#228;&#223;ig noch weiterkommen. Daf&#252;r werde ich f&#252;r diese Woche noch ein Einzelgespr&#228;ch einfordern. Liebe Gr&#252;&#223;e!</p>
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